20. April 2014

Komm kleiner Hase, es ist Frühling!

Der Hase und der Bär lernten sich im Sommer kennen und sie unternahmen viel, machten Blödsinn und hatten viel Spaß zusammen. Dann kam der Winter und der Bär wusste, dass es jetzt ernst wurde, denn er musste sich eine Höhle suchen, um seinen Winterschlaf zu halten. Der kleine Hase brauchte keinen Winterschlaf, er war immer munter und war am liebsten den ganzen Tag im Wald unterwegs - aber er hatte den Bären lieb und wollte ihn nicht allein lassen - also zog er mit ihm in seine Höhle, damit der Bär im Winter nicht so einsam war.

Die ersten Flocken fielen und die beiden hatten es sich in der Höhle gemütlich gemacht, ignorierten den Schnee und die aufziehende Kälte. Jeden Monat wurde es dann etwas kälter und der Bär wurde immer träger, er musste viel schlafen und war grummelig, wenn er wach war. Der Hase war viel alleine und sorgte dafür, dass die Bärenhöhle immer ordentlich aussah und der Bär bei Laune gehalten wurde, wenn er wach war. Er liebte den Bären und er konnte es nicht mit ansehen, ihn so müde und gar nicht mehr so fröhlich zu sehen.

Nachts kuschelte sich der Hase an den Bären und träumte davon, dass der Winter endlich vorüber ging und die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg in die dunkle Bärenhöhle finden würden.

Die letzte Frost kam und stellte die Freundschaft der beiden noch einmal auf eine harte Probe. Der Hase war zu klein um die ganze Arbeit in der Bärenhöhle allein zu schaffen und der Bär war launisch, hatte keine Lust mehr auf diese kleine Höhle und beneidete den Hasen, der klein und aufmerksam, nie müde war und in der großen Höhle auch viel mehr Platz und Möglichkeiten hatte. In einer Nacht konnten weder der kleine Hase noch der große Bär schlafen, der Frost draußen klirrte und es zog ein kalter Wind durch die Bärenhöhle.

Der Bär stand auf, als es noch dunkel war, schob den großen Stein vor der Höhle beiseite und ließ den kleinen Hasen bibbernd und ängstlich allein in der dunklen Höhle zurück.

Der Hase hatte große Angst. Er liebte den Bären und hoffte, dass er bald zurück kam. Er wartete den ganzen Morgen und den ganzen Mittag bis zum Nachmittag.

Da wurde plötzlich der große Stein zur Seite gerollt und Sonnenstrahlen fielen auf den kleinen Hasen, der ungläubig und erschrocken seine Pfoten vor's Gesicht schlug.

"Komm, kleiner Hase, es ist Frühling - wir haben's geschafft!"

Der Hase blinzelte und sein Herzchen machte einen Hüpfer. Er konnte es kaum fassen.
"Geschafft" murmelte er glücklich und fiel dem Bären in die großen starken Arme.

"Jetzt kann der Sommer wieder kommen" flüsterte der große Bär dem kleinen Hasen ins Ohr.


Eine lange und harte Lernphase kann eine Bestandsprobe für jede Beziehung sein, vor allem wenn man selbst nicht lernen muss. Es waren harte 1,5 Jahre und ich habe jede Minute mitgelitten. Jetzt ist es vorbei, wir haben es geschafft und das Leben kann ganz normal weitergehen. Niklas hat sein Staatsexamen bestanden.

Mit dieser kleinen Geschichte wollte ich euch eigentlich nur sagen, dass es hart sein kann - aber dass ihr niemals aufgeben dürft. Auch wenn der Bär grummelig ist. Der Bär kann nichts dafür. Seid für eure Liebsten da, wenn sie es am wenigsten verdienen, denn dann brauchen sie es am meisten.




Die schönen Fotos von uns hat die liebe Melisa gemacht! Wer auch so schöne Fotos haben möchte, kann sich natürlich gern bei uns melden - Frühlingsgefühle bei Lichtpoesie <3

Kleid: Sheinside* (hab noch nen Rock druntergezogen, weil es ein bisschen kurz war ;) )

*Gesponserter Artikel

17. April 2014

Was trage ich auf einer Hochzeit - als Fotografin

Ich wurde schon oft gefragt, was ich als Outfit für eine Hochzeit empfehlen würde, daher habe ich euch mal ein Outfit und ein paar Tipps zusammengestellt. Diese Tipps sind natürlich nicht allgemein, sondern einfach aus meiner Erfahrung und meinem Empfinden. Ich kenne Fotografen, die sehr schick auf Hochzeiten gehen und wiederum andere, die komplett in schwarz mit dickem Equipmentgürtel auftauchen. Ich zeige euch einfach, wie ich das mache. Ich komme als Joana. Ich komme als Freundin.

Grundsätzlich sollte man als Fotografin auf Hochzeiten ein paar Punkte beachten, die ich sehr wichtig finde:

  • Dezent, aber schick. Keinesfalls auffällig oder overdressed.
  • keine leuchtende Kleidung, kein weiß, nichts aufreizendes.
  • Tattoos und Piercings am besten so gut es geht verstecken
  • Haare so, dass sie nicht beim fotografieren stören
  • Bequeme Schuhe ohne Absatz, die nicht klackern
  • Schlichtes Kleid, nicht zu kurz, kein tiefer ausschnitt
  • Wem ein Blazer too much ist, kann auf Strickjäckchen zurückgreifen
  • keinen klackernden Schmuck, zB. Armreifen
  • gut ist ein kleines Täschchen am Körper für Speicherkarten etc

In der Kameratasche sollte man an langen Hochzeitsreportagen immer noch ein paar Dinge dabei haben - oder zumindest im Auto:

  • Ersatzkamera (!)
  • Regenschirm und Handtücher (für's Kleid bei nassem Rasen zum drunterlegen)
  • Flasche Wasser und etwas kleines zu Essen (Brötchen, Müsliriegel)
  • Medikamente für den Notfall (Kopfschmerzen, Übelkeit...)
  • Frauenkram für den Notfall (Tampons etc)
  • Schwarze Strumpfhose als Ersatz (bei Laufmaschen z.B.)
  • kleines Deo, Haargummi, Bürste, Pflaster
Ein paar kleine Verhaltensregeln, die ich als Fotografin auf einer Hochzeit wichtig finde:

  • Immer lächeln, immer freundlich gucken
  • Dezent im Hintergrund halten, nicht ins Geschehen eingreifen
  • "Nebenbuhler" bei Portrait- oder Gruppenbildern selbstbewusst wegschicken
  • Auf alle Wünsche freundlich eingehen, auch wenn es vielleicht nicht dein Stil ist
  • Kein Handy oder Zigaretten zwischendurch, schon gar nicht in Sichtweite
  • Handy immer lautlos, am besten auf "nicht stören Modus" oder ganz aus
  • Bei Fragen zum Ablauf an die Trauzeugin halten
  • bei Standesbeamten oder Pfarrern kurz freundlich vorstellen 
  • Dem Brautpaar gratulieren, wenn alle Gäste gratuliert haben
  • So leise wie möglich verhalten, "Silent Mode" an der Kamera einstellen
  • Unsicherheit niemals anmerken lassen
  • Ersatzmaterial immer griffbereit
  • Beim Verabschieden für den tollen Tag bedanken und sagen, dass du dich die nächsten Tage meldest, niemals am Tag der Hochzeit finanzielle Dinge besprechen
  • Bevor du gehst nach Wünschen fragen und ob alles in Ordnung wäre, vielleicht noch eine lustige letzte Foto Idee vorschlagen
  • Eine Hochzeit ist keine Werbeveranstaltung für euch, haltet euch zurück mit Flyern und Karten 
  • Vergesst nicht zwischendurch etwas zu trinken - das kann sonst böse Kopfschmerzen geben!




Das süße Jäckchen ist übrigens aus dem Tauschpaket von der lieben Luise!



Die Kette habe ich mal zum Geburtstag von der lieben Melanie bekommen.





Hier hab ich euch mal ein ähnliches Outfit zusammengestellt:*
Ein Tutorial für die Frisur findet ihr HIER.



  1. Strickjacke: Even&Odd
  2. Kleid: Anna Field
  3. Schuhe: Zign
  4. Uhr: Fossil
  5. Kameratasche: Koolertron

Euer Outfit sollte schlicht, aber immernoch ein wenig schicker sein. Da bei einer Hochzeit nicht nur die Freunde des Brautpaares, sondern auch die Großeltern sein werden, sollte man seine Tattoos und Piercings so gut es geht verstecken und das Outfit nicht zu aufgereizt wählen. Vor allem bei einer kirchlichen Trauung! Es geht hier immerhin nicht um euch - die Braut ist der Star des Tages! Niemand sollte der Fotografin hinterherschauen.

Weiß ist die Farbe, die nur der Braut vorbestimmt ist und knallige Farben sind verboten. Die Schuhe sollten bequem sein und auf keinen Fall einen klackernden Absatz haben. Eine dezente Uhr ist auf Hochzeiten sehr praktisch, um den Zeitplan im Auge zu behalten.

Ein TShirt mit eurem Logo finde ich irgendwie blöd - ihr seid nicht da um Werbung zu machen und anhand der dicken Kamera sieht man auch so, dass ihr die Fotografin seid. Verteilt auch nicht einfach so eure Visitenkarten - wer sich dafür interessiert, wird euch schon ansprechen.

*Beitrag enthält Affiliate Links von Amazon.de und Zalando.de

15. April 2014

Augen zu. Herz an.

"Das Mädchen, das nicht gucken wollte." 


Erinnert mich ein bisschen an ein paar meiner alten Kinderbücher und ist für mich der Titel für das Shooting mit der lieben Julia - und zwar ganz und gar nicht negativ gemeint. Vor dem Shooting haben ihre Freunde gesagt, sie solle doch mal Bilder machen, wo sie auch guckt. Aber warum denn eigentlich? 

Ich selbst gucke auf den meisten meiner Bilder auch nicht in die Kamera. So fühle ich mich wohler, bin eher der Träumer. Alles andere bin nicht ich. 

Julia hat mir vorher gesagt, dass es ihr schwer fällt in die Kamera zu gucken und ich fand das alles andere als seltsam - sondern toll dass sie so mutig war, auch mal was anderes zu machen, egal was alle sagen. Ich konnte Julia beim Shooting ein etwas näher Kennenlernen, aber ein bisschen geheimnisvoll wirkt sie auf mich immer noch. Ich kann es nicht beschreiben, aber für mich hat Julia eine wahnsinnig starke Ausstrahlung auf ihre ganz eigene wunderbare Art und genau solche Shootings mag ich. 

Vielen lieben Dank Julia - vor allem für die Geschichte mit dem kleinen Prinzen und dem Schaf in der Kiste <3







...interessieren euch ab und zu so kleine Shooting Geschichten? :)
Fotos: Lichtpoesie

14. April 2014

Immer diese ominösen Shops...

...ich bekomme sehr viele Nachrichten und Fragen von euch über das Bestellen bei Shops wie Sheinside und Co und wollte eigentlich nie einen Post darüber machen - aber ich möchte es weder schlecht reden noch anpreisen - daher erzähle ich euch einfach von meinen Erfahrungen.


Weißes Kleid: Sheinside

Warum finde ich diese Chinashops so toll?

Chicwish, Sheinside, Lookbookstore und Co sind für mich das reinste Schlaraffenland. Als Fotografin und Träumerin finde ich nirgendwo in deutschen Fußgängerzonen Kleider, die so wunderschön aussehen und dann auch noch bezahlbar sind. Ich hamstere mir emsig einen gigantischen Fotofundus zusammen und freue mich über jedes neue rosa/türkise/weiße Kleid.


Wie ist die Qualität?

Seien wir mal ehrlich. Für ein Fotokleid ist die Qualität Bombe. Für eine Mottoparty oder einen Geburtstag oder den Urlaub auch. Für den alltäglichen Gebrauch kann man auch ab und zu Glück haben, aber meistens sind die Stoffe aus Plastikfasern, so dass sie schnell nach Schweiß riechen und für mich für den Alltag dann eher untauglich macht. Das gilt nicht für alle - aber für viele Dinge.

Manche Klamotten sind mit h&m oder Pimkie etc vergleichbar oder mit Primark. Ich bekomme monatlich so einiges zugeschickt, was ich mir selbst aussuchen darf und ich war selten so richtig enttäuscht. Im Schnitt von 100 Kleidern sind ca 10 dabei, die wirklich mies sind. Ich hatte ein schwarzes Tüllkleid, das so kurz und kratzig war, dass ich dafür nicht einen Euro bezahlt hätte und einmal ein Kleid, das eher ein Tshirt war. Ansonsten war alles wirklich tragbar und keine Zumutung.
Ein bisschen Plastikgeruch gehört natürlich dazu...

Stimmen die Bilder mit dem Produkt überein?

Die Bilder der meisten Asiashops sind nicht die vom Original, das sollte euch vorher klar sein. Viele Bilder sind von Asos oder h&m - klickt euch am besten immer durch die Bilder und schaut, ob noch Bilder dabei sind, die unprofessioneller aussehen - das ist meist das echte Produkt.

Am sichersten seid ihr bei Produkten, bei denen Tragebilder von Bloggern drunterstehen, so könnt ihr genau sehen, wie es aussieht und ausfällt.


Grünes Chiffonkleid: Sheinside

Wobei sollte ich aufpassen?

Bodenlange Kleider sind selten wirklich bodenlang. Kleider, die schon auf dem Bild am Model kurz aussehen, sind dann auch wirklich sehr sehr kurz! Jacken, Blusen und Pullover können an den Armen manchmal etwas kurz sein - aber nicht immer. Am besten generell einfach eine Größe größer bestellen. Ich gebe immer M an. Röcke sind immer eine ungefährliche Sache, Leggins und Strumpfhosen waren auch immer Top - bei Hosen sollte man die Finger lieber davon lassen, die sind manchmal echt winzig, selbst für Minipopos. Schmuck ist für Fotos manchmal echt top, aber das meiste ist nicht alltagstauglich und die Verschlüsse brechen schnell, weswegen ich mir eigentlich nie Schmuck bestelle. Skaterkleider find ich persönlich am besten, da kann man größentechnisch nicht viel mit falsch machen. Finger weg von Kosmetikprodukten, Pinseln und Co, in dem Plastik sind manchmal richtig giftige Chemikalien drin.

Ist das alles legal?

Solange ihr keine Plagiate (Fakes von Marken) kauft, ist das natürlich legal. Solltet ihr natürlich 15$ Kenzo Pullis kaufen und einen Brief vom Zoll kriegen, kann das auch mal ernst werden. Also: No Name Produkte sind legal, Markenprodukte auf solchen Shops sind meist Fake und somit illegal.

Was ist mit dem Zoll?

Das scheint immer die größte Angst zu sein. Der Zoll fischt oft euer Paket raus, wenn euer Bestellwert über eine bestimmte Grenze fällt, die bei ca 30 Euro liegt. Dann bekommt ihr einen Brief und müsst mit dem Wisch dann dahin dackeln - das ist nicht immer schön, aber ganz harmlos. Ich find das oft etwas einschüchternd, weil man immer denkt, man hätte etwas geschmuggelt - aber es geht einfach nur darum die Umsatzsteuer nachzuzahlen auf eueren Warenwert - also 19 %. Wenn ihr das vorher schon bedenkt und mit einrechnet, gibt's auch keine bösen Überraschungen. Wenn ihr faul seid und das nicht nach ein paar Tagen holt, kommen noch 50 Cent Lagergebüren drauf.

...und was ist mit Rückversand?

Da ich die Kleidung gesponsert bekomme, habe ich noch nie etwas zurückgeschickt. Der Rückversand ist nicht kostenlos und das Prozerede dauert glaube ich etwas länger, bis ihr euer Geld zurückbekommt - aber bis jetzt hab ich noch nichts schlechtes gehört, dass es kein Geld zurück gab.
Ich würde euch trotzdem empfehlen (wenn es sich  nur um wenige Dinge handelt) das Zeug bei Kleiderkreisel und Co zu verkaufen, da diese Klamotten auch meist sehr begehrt sind.

 Wie lange dauert der Versand?

Der Versand dauert leider meistens einen Monat, Spontankäufe für einen Anlass in einer Woche sind somit leider nicht möglich.

Mein Fazit:

Ich persönlich habe mit den meisten Shops nur gute Erfahrungen gemacht und wenn ihr euch an die paar kleinen Tipps haltet, kann eigentlich nicht viel schiefgehen. Ich möchte euch das weder gut noch schlecht reden - aber seid euch bewusst, dass es mit deutschen Shops wie Zalando etc nicht vergleichbar ist. Wenn ihr euch in ein Teil verliebt habt, dann probiert es doch erst mal mit 1-2 Teilen, bei denen ihr euch recht sicher seid, dass sie euch passen und gefallen. Ihr könnt mir auch gern auf meinem Ask Profil Links zu Kleidern schicken, wenn ihr unsicher seid - ich werde euch keine Kaufempfehlung geben, aber ich kann zumindest in einigen Fällen aus Erfahrung sagen, ob das Murks ist ;)






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